Betreuung von Gewaltopfern

Was kann ich für Sie tun?
Umgang mit Traumatisierungen

Haben Sie Erlebnisse hinter sich, die Sie schwer belasten? Bei denen sich Ihre Zunge sträubt, sie auszusprechen? Wo Sie Sorge haben, dass „so etwas“ ohnehin niemand versteht? Oder jemand damit so belastet wird, dass Sie meinen, es ihm/ ihr nicht zumuten zu können/ zu wollen?

Dann brauchen Sie vielleicht sehr dringend Hilfe.

Wenn Sie sich ausführliche Gespräche mit einem Arzt wünschen, der auch Themen gut kennt, die Ihnen extrem schwierig oder sehr peinlich erscheinen, und der in der Lage ist, sich in Sie einzufühlen und Ihnen in aller Ruhe Rede und Antwort zu stehen, dann trauen Sie sich, mit uns einen Termin zu machen.

Auch Sie sind es wert, dass Sie sich selbst um sich kümmern, und es ist natürlich kein Zeichen von Unvermögen oder gar Versagen, wenn wir uns dann Hilfe suchen, wenn wir nicht weiter kommen.

Im Gegenteil: Wirklich souveräne Personen können es sich zugestehen, dass sie nicht alles vermögen, dass sie allein die Welt nicht retten können, sondern sie suchen sich sogar eher rasch Hilfe. Souveränität heißt also überhaupt nicht, selbst an jeder Front kämpfen zu müssen!

Nach über zwanzig Jahren mit z.T. sehr schwer traumatisierten Patienten ist mir kaum etwas unbekannt geblieben, das Menschen zustoßen kann, und wenn wider Erwarten doch, so sehe ich mich in der Lage, darauf einzugehen, so wie mir dies bei neuen Themenbereichen in meiner langjährigen Praxis auch schon früher möglich war.

Bitte machen Sie sich klar, dass es vielleicht Vorgänge sind, die zwar Sie verständlicher Weise schwer belasten können, die mir aber aus anderen Patientenbegegnungen vermutlich gut bekannt sein werden und mir keineswegs peinlich sind. Im Gegenteil: Ich weiß um die Not derjenigen, die „das Unaushaltbare aushalten“ mussten und es – wie viele andere vor Ihnen – doch lernen können, zunächst Unaussprechliches allmählich auszusprechen. Auch Sie können gewissermaßen über Ihren Schatten springen.

Dabei bleibt immer Ihre Selbstbestimmung im Zentrum meiner Bemühungen: Sie werden von mir niemals „zu Ihrem Glück gezwungen“! Denn das wäre sogar höchst kontraproduktiv. Nur motivieren möchte ich Sie, Ihre Seele zu erleichtern.

Besser verständlich wird mein Anliegen, wenn Sie (und auch ich selbst) auf „unser Inneres Kind“ achten lernen. Es braucht Hilfe wie jedes Kind, doch kein Überschüttet- Werden. Dass dabei Augenmaß erforderlich ist und weder Sie noch ich „mit der Tür ins Haus fallen“ oder „das Kind mit dem Bade ausschütten“ sollten, kann so leicht verstanden werden.

Vielleicht geht es eher darum, der Gefahr zu begegnen, dass Sie sich selbst überfordern dabei. Doch manchmal kann es tatsächlich auch hilfreich sein, sich rasch „alles“ von der Seele zu reden.

Keine Sorge: Bevor Sie sich dabei allzu sehr verausgaben, frage ich Sie und auch mich, ob Sie (oder Ihr oder mein Inneres Kind) noch können und wollen oder besser an einem nächsten Termin fortsetzen wollen.

Alles dies können Sie verstehen als Arbeitsbasis für Menschlichkeit und „Herzenswärme“. Belastende Erlebnisse und Traumatisierungen werden typischer Weise als unmenschlich und „kalt“ erlebt oder wie eine Dampfwalze, die mich überrollt.

Diese Methode wie fortzusetzen, nur um Ihnen zu „helfen“, ist eine Illusion, die allerdings oft realisiert wird und dann schaden kann.

Es geht gerade darum, dies nicht mehr zuzulassen, dass auch „Gut Gemeintes“ Sie (und uns) wie eine Art Gehirnwäsche überrollt, die Sie (wie viele andere) aus Ihrer Vergangenheit in belastender Weise erlebt haben. „Gut gemeint“ ist eben noch lange nicht „gut gemacht“.

Wenn Sie sich jetzt positiv angesprochen fühlen sollten, machen Sie einen Termin und trauen Sie sich, Ihr Anliegen anzusprechen, soweit Sie es für richtig erachten.


Bitte rechnen Sie damit, dass ein erstes fruchtbares Gespräch kaum unter einer halben Stunde gelingen kann. Es muss ja zunächst für Sie erfahrbar werden, dass „die Chemie stimmt“ und Sie sich auf die Situation in unserer Arcadia- Praxisklinik in gesunder Art so einlassen und öffnen können, dass Sie Ihre Selbstbestimmung nicht verlieren. Meist ist der Prozess dann so intensiv, dass eine Stunde wie im Flug zu vergehen scheint.

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