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Hyperthermie

In der Krebstherapie und zur Gesundheitsvorsorge

„Gebt mir die Macht Fieber zu erzeugen und ich heile Euch jede Krankheit“ sagte der griechische Arzt Galen vor fast 2000 Jahren! Dieses alte Wissen findet durch die moderne Forschung immer mehr Bestätigung.

Verschiedene Arten der Wärmetherapie können zum Wohle von Krebspatienten und anderen chronisch erkrankten Menschen gewinnbringend eingesetzt werden. Dabei ist es möglich diese Therapien alleine, oder in Kombination mit anderen Mitteln und Methoden anzuwenden.

Wir haben in mehr als 10 Jahren tausende von Behandlungen erfolgreich durchgeführt, ohne dass es zu gravierenden Nebenwirkungen oder Schädigungen gekommen wäre. Lassen Sie sich zu den Möglichkeiten einer individuellen Wärmetherapie bei uns beraten.

Lokale Tiefenhyperthermie

Krebstherapie mit Wärme und elektromagnetischen Wellen

Seit mehr als 25 Jahren wird die lokale Tiefenhyperthermie intensiv erforscht und weiterentwickelt. Sie hat sich in vielen Ländern der Welt etabliert und wird von führenden Onkologen schon als vierte Säule der Krebstherapie neben Operation, Bestrahlung und Chemotherapie angesehen.

Besonders wichtig ist, dass inzwischen hunderttausende von Behandlungen mit gutem Erfolg und praktisch ohne Nebenwirkungen durchgeführt worden sind. Wir behandeln seit 2004 die verschiedensten Krebsarten erfolgreich mit lokaler Tiefenhyperthermie.

Mit modernster Technik dem Krebs zu Leibe rücken und gleichzeitig das Immunsystem stärken

Die lokale Tiefenhyperthermie-Behandlung erwärmt das von Krebs befallene Organ auf Temperaturen zwischen 41 und 43° C mit Hilfe von elektromagnetischen Wellen mit einer Frequenz von 13,5 Megahertz. Krebszellen, die dieser Frequenz ausgesetzt werden, geraten in Schwingungen, die zur Überwärmung und nach einiger Zeit zum Zelltod der Krebszellen führen können. Gesunde Zellen nehmen unter der Behandlung mit 13,5 Mhz weniger Energie auf und erwärmen sich nur geringfügig und werden daher auch nicht geschädigt. Gleichzeitig ist nachgewiesen worden, dass die lokale Tiefenhyperthermie auch vielfältige günstige Wirkungen auf unser Immunsystem hat. Schon nach nur einer Behandlung kann gezeigt werden, dass z.B. weiße Blutkörperchen wesentlich aktiver sind als vorher. Der Patient merkt diese Veränderungen hauptsächlich durch eine Verbesserung seines Allgemeinzustandes.

Die lokale Tiefenhyperthermie kann zusätzlich zu Chemotherapie und Bestrahlungen durchgeführt werden

Die lokale Tiefenhyperthermie kann als einzelne Behandlungsform oder in Kombination mit Strahlen- und/oder Chemotherapie durchgeführt werden. Für die Kombination mit traditionellen Behandlungsformen wie Strahlen- oder Chemotherapie liegen zahlreiche wissenschaftliche Studien vor. Insgesamt wurden mehr als 10.000 wissenschaftliche Arbeiten publiziert über die Anwendung von Hyperthermie bei Krebs.

Behandlungsdauer

Die Behandlungsdauer für die lokale Tiefenhyperthermie ist in der Regel 1 Stunde. Nur in seltenen Ausnahmen wie z.B. bei Hirntumoren, beginnt man mit kürzeren Behandlungszeiten. Normalerweise werden 15 Behandlungen durchgeführt, bevor wir zu einer Kontrolluntersuchung beim Radiologen oder Onkologen raten, um den Behandlungsverlauf zu überprüfen. Längere Behandlungen mit mehreren Zyklen à 15 Behandlungen können bei fortgeschrittenen Krebserkrankungen sinnvoll sein; dies wird im Einzelfall mit dem Patienten besprochen und dann gemeinsam entschieden.

Nebenwirkungen sind ausgesprochen selten und treten nur vorübergehend auf

Die lokale Tiefenhyperthermie mit Radiowellen ist eine schonende und nebenwirkungsarme Therapieform. Leichte Hautrötungen, Schwitzen, Wärmegefühl und leichte Erhöhung der Gesamtkörpertemperatur sind normale Reaktionen unter und nach der Therapie. In sehr seltenen Fällen treten Gewebeschädigungen im Unterhautfettgewebe, sog. Fettgewebs-Nekrosen auf, die zu vorübergehenden lokalen Schmerzen führen können aber auch innerhalb von wenigen Tagen wieder verschwinden. Rufen Sie uns an, wenn Sie mehr über diese ausgesprochen wirksame Therapie wissen wollen.

Ganzkörperhyperthermie GHT

Vom Segen des Fiebers zur Vorbeugung von Krankheiten und in der Krebstherapie

Entgegen einem häufig vorkommenden Missverständnis ist Fieber in den meisten Fällen nicht die Ursache einer Erkrankung, sondern eine gesunde Reaktion des Organismus, bei dem Versuch mit einer Krankheit fertig zu werden.

Senken wir ein Fieber vorzeitig oder unsachgemäß, meist aus Angst oder Unwissenheit heraus, so nehmen wir dem Menschen geradezu die Möglichkeit, sich schnell und effektiv mit seiner Krankheit auseinanderzusetzen. Mittel- und langfristig wird der Schaden durch vorschnelle Fiebersenkung noch größer, da durch Fieber eine ganze Kaskade immunologischer Reaktionen ausgelöst wird, die dem Immunsystem des Körpers bei der Bewältigung von Krankheiten helfen kann.

Der Körper schafft sich zu dem angeborenen Teil seines Immunsystems, eine eigenständig erworbene Immunität hinzu.

Bei einer Krebserkrankung hilft die Ganzkörperhyperthermie, das geschädigte Immunsystem wieder zu regenerieren

Die meisten Patienten, bei denen die Diagnose einer Krebserkrankung gestellt wird, erzählen, dass sie seit Jahren keine hochfieberhaften Infekte hatte. Stattdessen wird oft berichtet von der Neigung zu chronischen Entzündungen und Herdbelastungen im Körper. Diese oft unbemerkt bleibenden chronischen Entzündungen sind aber, wie wir heute wissen, oftmals der Nährboden auf dem sich chronische Erkrankungen wie Krebs entwickeln. Das Immunsystem ist in vielen Fällen seit Jahren nicht mehr intensiv trainiert worden und reagiert nicht mehr angemessen auf das Auftreten von Krebszellen. Eine der effektivsten Methoden, um ein geschwächtes Immunsystem wieder „auf Vordermann“ zu bringen, ist die Ganzkörperhyperthermie, durch die in einem Fieberbett über mehrere Stunden Temperaturen von 39,5 bis 40,5 Grad Celsius erzeugt werden.

Selbst ältere und geschwächte Patienten profitieren oft sehr von einer Ganzkörperhyperthermie bei Krebserkrankungen

Die Patienten, die eine Ganzkörperhyperthermie bekommen, werden kontinuierlich während der Behandlung von einer Krankenschwester oder Arzthelferin überwacht und betreut. Moderne Forschungen haben ergeben, dass das Immunsystem auf diese Weise trainiert wird und dass gleichzeitig durch die hohen Temperaturen Krebszellen abgetötet werden können. Außerdem haben diese Forschungen gezeigt, dass die Ganzkörperhyperthermie in der Lage ist, Chemotherapien in ihrer Wirkung zu verstärken, bei geringeren Nebenwirkungen.

Idealerweise wird die Ganzkörperhyperthermie zur Gesundheitsvorsorge oder im Beginn von chronischen Erkankungen eingesetzt

Natürlich ist es immer anzustreben, eine Behandlung zur Vorbeugung einzusetzen und nicht erst, wenn eine Krebserkrankung fortgeschritten ist. Die Ganzkörperhyperthermie ist bei chronisch erschöpften Patienten und bei Zeichen einer Schwäche des Immunsystems besonders sinnvoll. Auch bei anderen chronischen Erkrankungen als Krebs, wie z.B. Allergien, Hauterkrankungen, rheumatischen Erkrankungen und Fibromyalgien, kann sie mit Gewinn genutzt werden. Prof. Axel Ullrich, Leiter einer Abteilung des Max-Planck-Institute, München, sagt zu Recht: „Unser Immunsystem ist immer noch der beste Therapeut.“ Die Ganzkörperhyperthermie kann diesen Therapeuten sehr unterstützen! Wir beraten Sie gerne zu diesem außergewöhnlichen Therapieverfahren; rufen Sie uns an oder vereinbaren Sie einen Beratungstermin.

Oberflächen-Hyperthermie

Hydrosun® – Die Kraft der Sonne in einem Therapiegerät

Der Hydrosun®-Strahler arbeitet mit der Wärmestrahlung des Lichtes, dem sogenannten Infrarot-Licht Typ A, das bis zu 6 cm tief unter die Haut eindringt und dort Temperaturen von 39,5°C bis 44°C erzeugt.

Durch einen patentierten Wasserfilter werden im Hydrosunstrahler die Lichtwellenanteile herausgefiltert, die sonst zu Schädigungen oder zur Austrocknung der Haut führen würden. Dieses Prinzip ahmt das älteste biologisch aktive Prinzip nach, das die Voraussetzung für alles Leben auf unserer Erde wurde: das Sonnenlicht. Dieses wird durch die Wasser-Tröpfchen in der Erdatmosphäre gefiltert, sodass für das Leben schädliche Anteile des Lichtes nicht bis zu uns dringen können.

Zur medizinischen Anwendung von Oberflächen-Hyperthermie – bei Krebs und bei oberflächlichen Krankheiten

Infrarot-A Licht wird heute medizinisch angewendet, um die Blutzirkulation in den tieferen Hautschichten zu erhöhen. Dieser Effekt wird sowohl in der Krebsbehandlung, als auch in der Behandlung von Schmerzen, Hautkrankheiten, Warzen, chronischen Infektionen, Nasen-Nebenhöhleninfektionen, Asthma oder Spannungszuständen genutzt.

Zur Anwendung bei Krebs – Möglichkeiten einer Kombinationstherapie von Oberflächenhyperthermie mit Chemotherapie und Bestrahlungen

In Kombination mit Chemotherapie, verstärkt die Oberflächenhyperthermie die Aufnahme und Verteilung der chemisch aktiven Arzneimittel im Gebiet des Tumors. Die meisten der in der Chemotherapie angewandten Stoffe haben, wie zahlreiche Untersuchungen gezeigt haben, eine stärker tumorschädigende Wirkung, wenn sie in einem überwärmten Gebiet zur Wirkung kommen können. Der Synergieeffekt von Hyperthermie und Cisplatin, einem häufig verwendeten Chemotherapeutikum, kann z.B. um den Faktor 100 höher liegen, als bei alleiniger Behandlung mit Cisplatin bei normalen Temperaturen.

Auch in der Kombination mit der klassischen Bestrahlungstherapie der Onkologie kann durch zeitnahe Überwärmung mit der Hydrosun-Lampe, eine Erhöhung der Empfindlichkeit der Krebszellen für die schädigende Wirkung der Bestrahlung erreicht werden, ohne dabei die Nebenwirkungen der Bestrahlung zu erhöhen. Dieser Effekt ist durch zahlreiche medizinische Studien belegt worden.

Auch als alleinige Therapie ist die Oberflächenhyperthermie wirksam, besonders bei allen Arten von Hautkrebs

Bei sehr hohen Temperaturen von über 43° C werden Krebszellen direkt, das heißt auch ohne Chemotherapie, durch die Überhitzung geschädigt. An der Hautoberfläche werden solche Temperaturen durch die Hydrosun-Bestrahlung leicht erreicht, sodass damit ein Beitrag zur Behandlung besonders von Hautkrebs verschiedener Art und von Präkanzerosen (Vorstufen von Krebs) oder Hautmetastasen geleistet werden kann. Eine Behandlung mit der Hydrosun-Lampe dauert normalerweise zwischen 30 und 50 Minuten und wird in der Regel 3- bis 4-mal pro Woche durchgeführt. Für die Behandlung von Hautmetastasen oder hautnahe gelegenen Tumoren sind 20 bis 30 Behandlungen erforderlich. Sprechen Sie uns an, wenn Sie weitere Fragen zu dieser Behandlungsmethode haben.

Kontakt

arcadia-Praxisklinik

Bei Fragen zu unserem Therapieangebot können Sie uns jederzeit gerne ansprechen.

Dr. Christian Büttner und
Dr. Henning Saupe

info[at]arcadia-praxis.de
Tel. +49 56 24 - 923 79 18